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Olufemi Sanyaolu kommt am 10. Januar 1968 in der nigerianischen Hauptstadt Lagos zur Welt. Keziah – wie er sich später nennt – ist der Sohn eines nigerianischen Häuptlings vom Stamm der Yoruba. Gleichzeitig ein erfolgreicher Industrieller, möchte der Vater den kleinen Filius schon früh darauf trimmen, in die Fußstapfen seines Erzeugers zu treten. Will heißen, im Alter von acht Jahren wird er ins weit entfernte London geschickt, um eine anständige Schulausbildung zu erhalten. Zur Schule ging klein Keziah zwar, aber seine Interessen schweifen ab. Erst bringt er sich selbst das Klavierspielen bei, wechselt dann mit 16 an die Gitarre. Die Schule ist ihm immer mehr schnuppe. Zwar mogelt er sich noch durch die Prüfungen, aber anstatt das Erbe der Familie fortzuführen, begibt sich Keziah auf die Flucht. Keziahs Credo lautet damals: „I had to find a way out of all that bullshit, and music was it!“ Von diesem Zeitpunkt an gibt Jones in der Londoner U-Bahn seine Lieder zum Besten und geht dabei den Verwandten und der Polizei aus dem Weg. Die Ochsentour durch englische Clubs formt Jones‘ ureigenes musikalisches Profil. Charakteristisch für seinen Sound ist das druckvolle, geslappte Gitarrenspiel und eine Begleitband, die eine fast schon erschreckende Intensität verbreitet. Der Jones’sche Stilmix liegt irgendwo zwischen knackigem Funk, rauem Blues und einer Prise traditioneller afrikanischer Musik. Dabei gelingt ihm das, was viele Künstler immer vergeblich versuchen: Keziah Jones klingt immer wieder